Grundsätzliche Überlegungen
Permalink "Grundsätzliche Überlegungen"Für die Erstellung einer PDF/UA aus Google Slides lassen sich drei mögliche Vorgehensweisen unterscheiden. Die Barrierefreiheit beginnt dabei bereits bei der inhaltlichen Gestaltung der Präsentation, denn hier werden die optischen sowie strkturellen Grundlagen für den uneingeschränkten Zugang gelegt. Zu diesen Zweck sollte die folgenden Regeln für Barrierefreiheit beachtet werden:
- Dokumenttitel und Sprache festlegen
- Dokument logisch und vollständig strukturieren, sinnvolle Dokumenthierarchie
- Überschriften mit Formatvorlagen oder einheitlichen Regeln
- Ausreichend große Schriften verwenden und erkennbarer Abstände zwischen den Absätzen
- Listen und Tabellen inkl. Kopfzeilen eindeutig strukturiert anlegen
- Ausreichende Farbkontraste verwenden mit hohem Kontrast zwischen Text und Hintergrund
- Informationen niemals ausschließlich über Farbe vermitteln
- Alternativtexte für informative Bilder und Hyperlinks
In dem Beitrag über Microsoft PowerPoint finden sich in Ergänzung allgemeingültige und grundsätzliche Überlegungen zur Gestaltung und Strukturierung von barrierefreien Präsentationen.
Lösungswege
Permalink "Lösungswege"Nativer PDF-Export
Permalink "Nativer PDF-Export"Der Standardexport in PDF ist für PDF/UA nicht ausreichend, denn in der Ausgabe fehlt ein vollständiger semantischer Tag-Baum, Überschriften werden nicht erkannt, die Lesereihenfolge ist fehlerhaft und wichtige Informationen wie Dokumentensprache, Metadaten oder Alternativtexte werden nicht oder nur unzuverlässig übernommen. Das Ergebnis ist ein visuell korrektes, aber nicht barrierefreies PDF, das mit einem Screenreader nicht gelesen werden kann.
Dies bedeutet, dass das PDF mit einem Editor wie beispielsweise Adobe Acrobat Pro oder dem Spezialprogramm PDFix Desktop Pro für PDF/UA anschließend komplett neu getaggt werden muss. Wenn die Gestaltung der Präsentation einer barrierefreien Vorlage folgt, lassen sich die notwendigen Tags per Template programmatisch erkennen, sodass der Prozess komplett automatisiert werden kann.
Export mit Grackle Slides
Permalink "Export mit Grackle Slides"Das Add-on von Grackle ergänzt Google Slides um Funktionen für Barrierefreiheit und erzeugt deutlich bessere PDF-Ergebnisse. Es erstellt einen strukturierten Tag-Baum, berücksichtigt Alternativtexte, Tabellen und die Lesereihenfolge.
Bei komplexen Präsentationen bleiben jedoch Einschränkungen bestehen, beispielsweise bei verschachtelten Strukturen. Aus diesen Grund ist eine Nachbearbeitung mit einem PDF-Editor auf Basis der Prüfergebnisse erforderlich.
Workaround über Microsoft PowerPoint
Permalink "Workaround über Microsoft PowerPoint"Die Präsentation wird als .pptx exportiert, in PowerPoint geöffnet, mit der integrierten Barrierefreiheitsprüfung geprüft und anschließend als PDF ausgegeben. Dieser Weg liefert in der Regel die qualitativ beste Ausgangsbasis, da PowerPoint einen deutlich ausgereifteren PDF-Export besitzt. Dennoch gilt auch in diesem Fall, dass dieses PDF mit einem Validator für PDF/UA geprüft und nachbearbeitet werden muss.
Verweise
Permalink "Verweise"Interne Links
Permalink "Interne Links"Externe Links in diesem Artikel
Permalink "Externe Links in diesem Artikel"- Grackle Workspace (Grackle)
- PDFix Solutions (PDFix)
Weiterführende Links
Permalink "Weiterführende Links"- Techniques for Accessible PDF (Techniques for Accessible PDF)
- Tools for Accessible PDF (Tools for Accessible PDF)
Informationen zu diesem Artikel
Gerne können Sie uns Feedback per E-Mail zu unserer Handreichung senden!