Grundsätzliche Überlegungen

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Vergleichbar mit den anderen Google Anwendungen gibt es grundsätzlich 3 Wege zur Erstellung barrierefreier PDF/UA aus Google Sheets. Dabei gilt es die Barrierefreiheit von Anfang an zu berücksichtigen, denn die Barrierefreiheit beginnt bereits bei der Gestaltung eines Dokuments. Hier werden die Grundlagen für den uneingeschränkten Zugang gelegt. Dabei ist soweit in Sheets möglich zu beachten:

  • Dokument logisch und vollständig strukturieren, sinnvolle Dokumenthierarchie
  • Überschriften mit einheitlichen Formatvorlagen
  • Ausreichend große Schriften verwenden und erkennbarer Abstände
  • Ausreichende Farbkontraste verwenden mit hohem Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • Informationen niemals ausschließlich über Farbe vermitteln

Unabhängig von der barrierfreien Gestaltung gilt es zudem zu überlegen, ob Google Sheets für den konkreten Anwendungsfall das geeignete Tool ist oder die Tabellen in einem Textverarbeitungs- oder Präsentationsprogramm platziert werden sollten. Grundsatzüberlegungen und Hinweise zu dem Aspekt finden sich in dem Beitrag über Microsoft Excel.

Nativer Export von PDF aus Google Sheets

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Der Standardexport für PDF basiert auf der Druckansicht und enthält keinen semantischen Tag-Baum. Aus diesem Grund muss die Datei im Zuge der Nachbearbeitung komplett mit Tools wie beispielsweise Adobe Acrobat Pro oder PDFix Desktop Pro neu getaggt und für PDF/UA aufbereitet werden.

Grackle Workspace erweitert Google Sheets um Funktionen zur Beschreibung von Tabellen und Alternativtexten. Der eigentliche Mehrwert der Lösung liegt jedoch nicht im PDF-Export, sondern in der Übernahme dieser Informationen in andere Formate, insbesondere HTML. Für die direkte Erstellung einer PDF/UA ist dieser Weg derzeit nur eingeschränkt geeignet und ersetzt keine abschließende Prüfung oder Nachbearbeitung.

Workaround über Microsoft Excel oder Google Docs

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Für hochwertige PDF/UA-Dokumente können die Tabellen nach Microsoft Excel oder Google Docs exportiert werden. In der Anwendung von Microsoft können die Barrierefreiheitsprüfung und der PDF-Export genutzt werden, während Google Docs zumindest eine Grundlage für einen getaggten PDF-Export bietet. Zur Fertigstellung muss das erzeugte PDF auch bei diesem Weg mit einem Validator wie dem PAC oder veraPDF und nachbearbeitet werden.

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